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Der Baum mit der rotbraunen Rinde
Die Waldkiefer, in der Bach-Reihe als Schottische Kiefer bezeichnet, heißt botanisch Pinus sylvestris. Sie ist ein immergrüner Nadelbaum mit paarweise stehenden, gedrehten Nadeln und einer oben rötlich abblätternden Rinde. Sie wächst auf nährstoffarmen, sandigen Böden und gehört zu den häufigsten Waldbäumen in Nordeuropa.
Kiefern tragen männliche und weibliche Blütenzapfen am selben Baum; die männlichen setzen im Frühling gelbe Pollenwolken frei. Bach nutzte beide Blütensorten und bereitete die Essenz durch Kochen zu.
Wie Bach den Zustand zeichnete
Bach stellte Pine in die Gruppe „Mutlosigkeit und Verzweiflung“. Er schrieb von Menschen, die sich selbst für schuldig halten, sich für Fehler tadeln, selbst wenn sie erfolgreich waren, und sich für die Versäumnisse anderer verantwortlich fühlen. Sie sagen oft Entschuldigungen, auch wo keine nötig sind.
In dieser Beschreibung liegt ein Muster, das viele kennen: den inneren Richter, der nie Feierabend hat. Oft ist es eine Last, die niemand sonst auferlegt hat.
Bach sah die Selbstvorwürfe nicht als Tugend, sondern als schwere Last. Ein ausgeprägtes Gewissen wertete er nicht ab; die Beschreibung zielt auf den Punkt, an dem es kippt und man sich selbst zum Angeklagten macht.
Das positive Gegenbild
Als positives Gegenbild gilt Selbstannahme: Fehler als Teil des Lebens zu sehen, Verantwortung für das zu übernehmen, was wirklich dir gehört, und den Rest loszulassen. Auch das Annehmen von Dank und Lob zählt dazu.
Hilfreich ist die Unterscheidung zwischen Schuld, die zu einer Wiedergutmachung führt, und Schuldgefühl, das nur kreist. Das ist eine Denkhilfe für Gespräche, kein Versprechen auf ein Ergebnis.
Fragen an dich selbst
Hier ein paar Anregungen für ein Notizbuch:
- Wofür entschuldige ich mich täglich, obwohl es nicht nötig wäre?
- Wessen Aufgabe war es eigentlich, was ich mir zugeschrieben habe?
- Was würde ich einem Freund sagen, der dasselbe getan hat?
- Wo darf ich mir erlauben, einfach gut genug zu sein?
Kritisch betrachtet
Die wissenschaftliche Lage ist eindeutig zurückhaltend: Ernst fasste 2002 und 2010 zusammen, dass sich bei Bachblüten kein Vorteil gegenüber Scheinpräparaten belegen lässt. Pine ist also ein Gesprächsanlass und kein Mittel mit nachgewiesener Wirkung.
Quälen dich Schuldgedanken stark oder lange, such dir menschliche Unterstützung in einer Praxis oder Beratungsstelle. Wer Fläschchen mit Alkohol vermeiden muss, etwa in der Schwangerschaft oder bei Kindern, sollte nicht zugreifen; die Bachblüten erklären auch, was Bach selbst über Zubereitungen schrieb.
Häufige Fragen
Welche Kiefer ist gemeint?
Pinus sylvestris, die Waldkiefer, in der Reihe „Schottische Kiefer“ genannt.
Wie unterscheidet sich Pine von Willow?
Pine dreht sich um Selbstvorwürfe, Willow um Groll gegenüber anderen und dem Schicksal.
Gibt es Pine in alkoholfreier Form?
Manche Zubereitungen kommen ohne Alkohol aus, etwa mit Glycerin. Lies stets die Zutatenliste.