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Ein Kalender, der einmal ums Jahr geht
Das Prinzip ist einfach: Das Jahr beginnt zur Frühlings-Tagundnachtgleiche, am 21. März, mit dem ersten Engel Vehuiah und endet am 20. März mit dem 72. Dazwischen folgen die Namen in Fünf-Tage-Schritten, in Monaten mit 31 Tagen kommt ein Tag dazu. Dein Geburtsdatum führt dich zu genau einem Namen, egal wo du geboren bist.
Gib dein Datum oben ins Werkzeug ein. Es führt dich zur Seite des passenden Engels mit Tagen, Chor und Nummer. Die Seiten sind so geschrieben, dass du sie ohne Vorwissen über die Kabbala lesen kannst.
Woher stammen die 72 Namen?
Die Namen stammen aus der jüdischen Kabbala und heißen dort Schem ha-Mephorasch, der „ausdrückliche Name“. Nach der Überlieferung werden sie aus drei Versen im 2. Buch Mose, Kapitel 14, Verse 19 bis 21, gewonnen, die jeweils 72 hebräische Buchstaben haben. Liest man sie nach einer bestimmten Regel zusammen, ergeben sich 72 Dreiergruppen, an die man eine Endung wie „-iah“ oder „-el“ hängt, die auf Gott verweist.
Die Zuordnung dieser Namen zu Geburtstagen ist dagegen eine viel jüngere Lesart, die sich in der esoterischen Literatur des 20. Jahrhunderts vor allem im französischen und deutschen Sprachraum verbreitet hat. Es ist eine moderne Tradition, kein alter Text.
Neun Chöre mit je acht Engeln
Die 72 Engel sind auf neun Chöre zu je acht verteilt, vom höchsten bis zu dem, der den Menschen am nächsten steht. Jeder Chor umfasst rund vierzig Tage. Die Reihenfolge der mittleren Chöre ist in der Literatur nicht einheitlich: Gewalten und Mächte werden gelegentlich vertauscht. Hier gilt die Anordnung, die auch die Einzelseiten verwenden. Zuordnungen von Erzengeln zu den Chören schwanken je nach Autor, deshalb nennen wir hier nur die Chöre selbst.
- Seraphim (Engel 1 bis 8)
- Cherubim (9 bis 16)
- Throne (17 bis 24)
- Herrschaften (25 bis 32)
- Gewalten (33 bis 40)
- Mächte (41 bis 48)
- Fürstentümer (49 bis 56)
- Erzengel (57 bis 64)
- Engel (65 bis 72)
Was dieser Kalender nicht ist
Die christlichen Kirchen kennen den Schutzengel, ordnen ihn aber nicht dem Geburtstag zu. Der Kalender der 72 Engel gehört nicht zur kirchlichen Lehre. Andere Religionen haben eigene Engelfiguren. Diese Seite ordnet nicht ein, sondern stellt eine symbolische Lesart vor, die du mit Glauben, Neugier oder reinem Lesevergnügen aufnehmen kannst.
Die Eigenschaften auf den Einzelseiten sind die, die esoterische Bücher am häufigsten nennen. Es sind Archetypen, keine Tatsachen, und sie sagen weder deinen Charakter noch deine Zukunft voraus.
Die Tage: ein Anhaltspunkt, kein Gesetz
Veröffentlichte Tabellen weichen um ein bis zwei Tage voneinander ab. Manche lassen den Kreis am 20. März beginnen, andere am 21. oder 22. Die Tage auf dieser Seite folgen der Aufteilung, die bei jedem Engel steht. Liegt dein Geburtstag an einer Grenze, lies die Nachbarseite mit und behalte das Porträt, das dich anspricht.
Hier findest du keine kostenpflichtigen Gebete, keine Talismane zum Kaufen und keine Erfolgsversprechen. Wenn du eine schwere Zeit durchmachst, sprich mit einer Ärztin, einem Psychologen oder einem Menschen, dem du vertraust.
Häufige Fragen
Wie finde ich meinen Schutzengel?
Gib dein Geburtsdatum in das Werkzeug dieser Seite ein. Es nennt den passenden Engel im Kalender vom 21. März bis 20. März und leitet dich zu seiner Seite.
Stehen die 72 Engel in der Bibel?
Nicht in dieser Form. Die Namen leitet die Kabbala mit einem Leseverfahren aus drei Versen im 2. Buch Mose ab, die Zuordnung zu Geburtstagen ist eine jüngere esoterische Erfindung.
Kann ich mehr als einen Engel haben?
Manche Autoren ordnen zusätzlich einen zweiten Engel nach der Geburtsstunde zu. Das ist eine ergänzende Lesart ohne offiziellen Status.
Mein Geburtstag liegt zwischen zwei Engeln. Was nun?
Lies beide Seiten. Die Tabellen weichen um einen Tag ab, und keine hat eine anerkannte Autorität. Wähle das Porträt, das dich anspricht.