Woher der Name kommt
Der Name verweist auf Maria, die Mutter Jesu. Eine verbreitete Erzählung sagt, die Käfer seien als Zeichen von Mariens Schutz verstanden worden, weil sie Felder von Schädlingen befreiten. Wie sicher diese Herleitung ist, bleibt offen.
In anderen Sprachen heißt der Käfer ähnlich, etwa „ladybird“ im Englischen. Auch dort steckt ein Bezug zur Gottesmutter dahinter. Die genaue Herkunft solcher Namen bleibt aber auch dort Deutung.
Punkte, Farben und ein bisschen Biologie
Am bekanntesten ist der Siebenpunkt-Marienkäfer mit roten Flügeln und sieben schwarzen Punkten. Es gibt aber auch Arten mit zwei, zehn oder zweiundzwanzig Punkten sowie gelbe und schwarze Varianten.
Die Zahl der Punkte verrät nicht das Alter. Die auffällige Farbe warnt Fressfeinde: Marienkäfer schmecken bitter. Für Gärtner sind sie Verbündete, weil Larven und Käfer viele Blattläuse fressen.
Bräuche, wenn ein Käfer landet
Ein Kinderlied bittet den Käfer, wegzufliegen. In einem anderen Brauch zählt man die Punkte und deutet sie als Zahl glücklicher Monate oder Tage. Das ist ein Spiel, kein Orakel.
Wenn ein Käfer auf dir sitzt, kannst du ihn behutsam wieder in den Garten setzen. Quetsche ihn nicht und streue kein Gift auf Pflanzen, wenn du die kleinen Helfer im Beet haben möchtest.
Marienkäfer zum Verschenken
Beliebt sind Marienkäfer aus Filz, Holz oder Glas als Anhänger, aufgeklebte Käfer an Kärtchen oder Gebäck in Käferform. Für Kinder sind Fingerpuppen oder gestrickte Käfer schön.
Eine Idee für Gartenfreunde: ein Insektenhotel mit Marienkäfer-Motiv. Es erinnert daran, dass Glück oft von den kleinen Dingen in der Umgebung abhängt.
Wer es selbst basteln möchte, malt Kieselsteine rot an und setzt mit einem schwarzen Stift Punkte und Kopf. Die Steine lassen sich in Blumentöpfe stecken, auf den Schreibtisch legen oder mit einem Gruß verschenken. Kinder haben dabei meist mehr Spaß am Gestalten als am Ergebnis, und genau das macht den Moment zu einem kleinen Glücksfall. Ein Stein pro Person genügt, und die Rückseite bietet Platz für einen Wunsch zum Jahreswechsel, den die beschenkte Person später in der Hosentasche wiederfindet.
Häufige Fragen
Warum heißt er Marienkäfer?
Der Name geht auf Maria zurück. Genaue Ursprünge sind nicht sicher belegt.
Beißt ein Marienkäfer?
Selten und harmlos. Manche Arten können leicht zwicken, was meist kaum zu spüren ist.
Wie viele Punkte bringen am meisten Glück?
Es gibt keine feste Regel. Die Siebenpunkt-Art gilt als klassisch.
Soll ich Marienkäfer im Winter ins Haus lassen?
Besser nicht. Sie überwintern an geschützten Orten draußen und sollten nicht in beheizten Räumen ausharren.