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Was eine Sternschnuppe ist
Eine Sternschnuppe hat mit einem Stern nichts zu tun. Es ist ein Staubkorn, oft kleiner als ein Sandkorn, das mit mehreren zehn Kilometern pro Sekunde in die Atmosphäre eindringt. In etwa 80 bis 100 Kilometern Höhe verglüht es und hinterlässt für einen Augenblick eine helle Spur.
Die Ströme entstehen, wenn die Erde die Staubspur eines Kometen oder seltener eines Asteroiden kreuzt. Weil die Spur auf ihrer Bahn liegt, kehrt der Strom jedes Jahr zur gleichen Zeit wieder. Deshalb sind die Termine so verlässlich.
Die neun Termine im Jahr
Vom Januar aus gezählt sind es die Quadrantiden, die Lyriden, die Eta-Aquariiden und die Perseiden, danach die Draconiden, die Orioniden, die Leoniden, die Geminiden und die Ursiden. Jede Seite beschreibt die Aktivitätszeit, die Herkunft und die beste Beobachtungszeit.
Die Geminiden im Dezember sind die ergiebigsten, die Perseiden im August die beliebtesten, weil lauwarme Sommernächte zum Draußenbleiben einladen. Die Eta-Aquariiden gehören vor allem dem Südhimmel.
So beobachtest du
Du brauchst kein Gerät. Fernglas oder Teleskop verkleinern das Blickfeld, und du verpasst Meteore. Such dir einen Ort fern der Straßenlampen, gönne den Augen 20 bis 30 Minuten Dunkeladaptation, leg dich hin und schau etwa 45 Grad hoch, nicht direkt zum Ausstrahlungspunkt.
Die angegebene Zenitrate gilt für einen perfekten, sehr dunklen Himmel mit dem Radianten im Zenit. In der Praxis zählst du deutlich weniger, vor allem brauchst du Geduld. Eine Decke, ein heißes Getränk und ein freier Horizont bringen mehr als jede Ausrüstung.
Die Rolle des Mondes
Heller Mond löscht die schwächeren Meteore aus und halbiert oder drittelt oft die sichtbare Zahl. Darum steht in der Tabelle die Mondhelligkeit zum Maximum. Ein Maximum nahe Neumond ist ein Glücksfall. Bei Vollmond lohnt sich eher die Nacht davor oder danach, und du stellst dich in den Schatten einer Mauer.
Den Rhythmus findest du bei den Mondphasen. Auch die Finsternisse liegen an den extremen Mondphasen und sind schöne Anlässe für einen Abend unter freiem Himmel.
Ein Wunsch, wenn du magst
In vielen Kulturen wünscht man sich etwas, wenn man eine Sternschnuppe sieht. Ein hübscher Brauch ohne jedes Versprechen, der aber dafür sorgt, dass du nach oben schaust.
Häufige Fragen
Brauche ich ein Teleskop für Sternschnuppen?
Nein, das bloße Auge ist das beste Instrument. Meteore huschen über große Himmelsteile, ein Teleskop zeigt nur einen kleinen Ausschnitt.
Warum steht in der Tabelle der Mond?
Weil Mondlicht entscheidet, wie viele Meteore du siehst. Je voller der Mond im Maximum, desto heller der Himmel und desto weniger Sternschnuppen.
Sind Sternschnuppen gefährlich?
Nein. Der Staub verglüht hoch über uns, du kannst sie völlig unbesorgt ansehen.