Zum Inhalt springen
Menü

Beliebt

Nach Thema entdecken

Alle Werkzeuge → Hell / dunkel
  1. Start
  2. Die sieben Chakren
  3. Herzchakra (Anahata): Sinnbild für Mitgefühl und Verbundenheit

Herzchakra (Anahata): Sinnbild für Mitgefühl und Verbundenheit

Das Herzchakra liegt in der Mitte der Brust und verbindet im Siebener-Modell die unteren, körpernahen mit den oberen, geistigeren Zentren.

Sanskrit-NameAnahataFarbeGrünLage (symbolisch)Mitte der BrustBija-Laut (üblich)YAMSchlagworteMitgefühl, Verbundenheit, Vergebung
In diesem Artikel
  1. Der unangeschlagene Klang
  2. Fragen an das Herz
  3. Offen atmen, Haltung finden
  4. Indische Wurzeln, westliche Farben
  5. Drei freundliche Atemzüge

Der unangeschlagene Klang

Anahata wird als „unangeschlagen“ oder „ungeschlagen“ übersetzt. Gemeint ist ein Klang, der entsteht, ohne dass zwei Dinge aufeinanderschlagen, ein inneres Bild für Stille, in der etwas mitschwingt. Das Element ist die Luft, die Farbe im modernen System Grün.

Als viertes von sieben Zentren steht Anahata in der Mitte. Darum sehen viele darin eine Brücke: Unten geht es um Erde, Gefühl und Willen, oben um Ausdruck, Einsicht und Weite. Das ist Symbolik, mit der man arbeiten kann, kein anatomischer Befund.

Im Alltag zeigt sich das Herzthema in Gesten: ein Anruf bei jemandem, an den du lange nicht gedacht hast, ein geduldiges Zuhören, ein Danke, das du wirklich meinst. Mitgefühl schließt Grenzen nicht aus. Wer sich selbst freundlich behandelt, kann anderen oft ehrlicher begegnen, und genau diese Haltung versucht das Bild vom Herzzentrum festzuhalten.

Fragen an das Herz

Mitgefühl beginnt oft bei dir selbst. Diese Fragen können dabei helfen:

  • Wie spreche ich mit mir, wenn mir etwas misslingt?
  • Wem möchte ich bald etwas Freundliches sagen?
  • Was fällt mir schwer zu verzeihen, und was würde Verzeihen bedeuten?
  • Wo darf ich Hilfe annehmen?

Offen atmen, Haltung finden

Haltungen, die den Brustkorb weiten, wie die Kobra oder die Kamelhaltung, werden häufig dem Herzchakra zugeordnet. Beide verlangen Vorsicht; halte sie nur kurz und höre auf deinen Körper. Einfacher ist es, die Schultern zu rollen und tief in den Brustkorb zu atmen.

Der Laut YAM kann mit der Ausatmung mitschwingen. Waldspaziergänge, ein Brief an einen Menschen, den du magst, oder ein grüner Aventurin auf dem Nachttisch sind Bilder, die zum Thema passen. Für medizinische Wirkungen auf das Herz gibt es keinen Beleg.

Indische Wurzeln, westliche Farben

In den ursprünglichen Quellen des Tantra wird Anahata mit einem sechszackigen Stern und einer Lotosblüte mit zwölf Blättern dargestellt. Diese Bilder tragen eine Bedeutung, die über Wohlfühlen hinausgeht und in religiöse Praxis eingebettet ist.

Die Verbindung mit Grün und mit Liebesthemen ist eine jüngere Ausformung des Westens. Wer sich dafür interessiert, tut gut daran, auch die indischen Wurzeln zu würdigen. Bei Herzklopfen, Druck auf der Brust oder anhaltender Traurigkeit gehört die Abklärung in ärztliche Hände.

Drei freundliche Atemzüge

Lege eine Hand auf die Brustmitte. Atme dreimal ruhig ein und aus und denke bei jedem Ausatmen an einen Menschen, einen Ort oder ein Tier, das dir guttut. Beim dritten Mal darfst du dich selbst dazuzählen. Lass die Hand noch einen Moment liegen, bevor du zum Alltag zurückkehrst.

Häufige Fragen

Wo sitzt das Herzchakra?

Symbolisch in der Mitte der Brust auf Höhe des Herzens.

Welche Farbe hat es?

Grün im modernen System; manchmal wird auch Rosa genannt.

Was bedeutet YAM?

Der Bija-Laut, der Anahata zugeordnet wird.

Hat das Herzchakra etwas mit dem Herzmuskel zu tun?

Nein. Es ist ein symbolisches Zentrum und steht in keinem nachgewiesenen Zusammenhang mit Herzgesundheit.

Mehr entdecken