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Solarplexuschakra (Manipura): Sinnbild für Tatkraft und Selbstwert

Das Solarplexuschakra sitzt im Oberbauch und gilt im modernen Schema als Sinnbild für Willenskraft, Selbstvertrauen und den Mut, etwas anzupacken.

Sanskrit-NameManipuraFarbeGelbLage (symbolisch)Oberbauch, unter dem BrustbeinBija-Laut (üblich)RAMSchlagworteWille, Selbstwert, Tatkraft
In diesem Artikel
  1. Die Stadt der Juwelen
  2. Fragen zu Willen und Selbstwert
  3. Wärme in den Alltag holen
  4. Überlieferung und westliche Prägung
  5. Ein kleiner Kraftmoment

Die Stadt der Juwelen

Manipura bedeutet ungefähr „Stadt der Juwelen“: mani heißt Juwel, pura Stadt. Das Bild ist glänzend und warm, und das passt zum Element Feuer, das dem dritten Zentrum zugeschrieben wird. In der Farbwelt des Siebener-Modells ist es Gelb, die Farbe der Sonne.

Der deutsche Name Solarplexus bezeichnet eigentlich ein Nervengeflecht im Oberbauch und wurde erst in der westlichen Esoterik mit dem Chakra verknüpft. Wer vom „Bauchgefühl“ oder von Mut „im Magen“ spricht, nutzt ein sehr ähnliches Körperbild.

Im Alltag taucht das Thema auf, wenn du eine Entscheidung triffst und danach dazu stehst, wenn du einer Bitte klar und freundlich widersprichst oder wenn du ein Projekt wirklich beginnst. Selbstvertrauen wird hier nicht als Lautstärke verstanden, sondern als ruhige Zuversicht, dass du ein nächstes Stück Weg gehen kannst, auch wenn nicht alles gesichert ist.

Fragen zu Willen und Selbstwert

Das Chakra lässt sich als Anlass nehmen, die eigene Haltung zu Entscheidungen zu prüfen:

  • Wofür setze ich mich ein, auch wenn es unbequem ist?
  • Wann sage ich „ja“, obwohl ich „nein“ meine?
  • Was habe ich geschafft, das ich selten würdige?
  • Welchen ersten Schritt schiebe ich seit Wochen auf?

Wärme in den Alltag holen

Yogaübungen, die dem Oberbauch Aufmerksamkeit geben, sind etwa das Boot (Navasana) oder Drehhaltungen im Sitzen. Wenn du Rücken- oder Bauchprobleme hast, lass dich vorher von einer Fachperson beraten.

Der Klang dazu ist RAM, kurz und kräftig beim Ausatmen. Ein Frühstück im Morgenlicht, Zitronengelb im Zimmer oder ein Citrin auf dem Tisch sind Bilder, die manche mit dem Thema verbinden. Dass sie etwas bewirken, ist nicht erwiesen.

Überlieferung und westliche Prägung

Die Lehre von den Chakren kommt aus dem Tantra und aus dem Hatha-Yoga Indiens. Dort sind die Zentren Teile einer feinstofflichen Anatomie, die nur im Zusammenhang mit Meditation, Ritual und Lehrer-Schüler-Weitergabe verständlich wird.

Die moderne Einteilung in sieben Zentren mit Regenbogenfarben geht auf westliche Autoren des 20. Jahrhunderts zurück. Sie ist praktisch, aber eine Vereinfachung. Behandle sie mit Respekt und ohne Heilsversprechen.

Ein kleiner Kraftmoment

Setz dich aufrecht hin, die Hände locker vor dem Oberbauch. Atme ein und stelle dir ein warmes, gelbes Licht vor, atme aus und lasse die Schultern sinken. Formuliere dann einen einzigen Satz, der mit „Heute will ich“ beginnt, und schreibe ihn auf einen Zettel. Mehr braucht es für diesen Moment nicht.

Häufige Fragen

Wo liegt das Solarplexuschakra?

Symbolisch im Oberbauch, ungefähr zwischen Nabel und Brustbein.

Welche Farbe hat es?

Gelb im heutigen Siebener-Schema.

Was bedeutet RAM?

Der Bija-Laut, der traditionell mit Manipura verbunden wird, oft mit dem Element Feuer.

Kann man das Chakra „stärken“?

Als Bild für mehr Selbstvertrauen ist das gut denkbar. Eine nachweisbare Wirkung gibt es nicht.

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