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Wie groß wird dein Kind wahrscheinlich?

Trag die Körpergröße von Mutter und Vater in Zentimetern ein, wähle Junge oder Mädchen und sieh die geschätzte Endgröße samt dem Bereich, in dem sie meist liegt.

Die Formel dahinter

Das Werkzeug nutzt die Methode der mittleren Elterngröße, die auf den Kinderarzt James Tanner zurückgeht. Man bildet den Durchschnitt der beiden Elterngrößen und gleicht den Unterschied zwischen den Geschlechtern aus. Für einen Jungen gilt: (Größe der Mutter + Größe des Vaters + 13) geteilt durch 2. Für ein Mädchen: (Größe der Mutter + Größe des Vaters − 13) geteilt durch 2. Alle Werte in Zentimetern.

Ein Rechenbeispiel: Die Mutter ist 165 cm groß, der Vater 180 cm. Die Summe beträgt 345. Für einen Jungen ergibt sich (345 + 13) geteilt durch 2, also 179 cm. Für ein Mädchen (345 − 13) geteilt durch 2, also 166 cm.

Der Spielraum von 8,5 cm

Die Zahl ist keine Prognose auf den Zentimeter. Meist liegt die tatsächliche Endgröße bis zu 8,5 cm über oder unter dem Ergebnis. Im Beispiel läge der Junge also zwischen 170,5 und 187,5 cm, das Mädchen zwischen 157,5 und 174,5 cm. Das Werkzeug zeigt die Grenzen auf ganze Zentimeter gerundet an, hier also 171 bis 188 und 158 bis 175 cm.

Der Bereich ist breit, weil die Größe von vielen Genen abhängt, nicht nur von denen der Eltern. Auch Großeltern, Geschwister und der Zufall bei der Vererbung spielen eine Rolle.

Was sonst noch zählt

Neben den Genen beeinflussen Ernährung, ausreichend Schlaf, Bewegung und die allgemeine Gesundheit, wie weit das Wachstum ausgeschöpft wird. Kinder wachsen in Schüben, und der Beginn der Pubertät kann bei Gleichaltrigen um Jahre auseinanderliegen. Deshalb ist es normal, wenn ein Kind mit zwölf kleiner ist als die Klasse und später aufholt.

Auch von Generation zu Generation ist die Durchschnittsgröße gestiegen. Hat eine Familie besonders große oder kleine Vorfahren, kann das Ergebnis anders ausfallen als erwartet.

Wann du nachfragen solltest

Die Schätzung ist eine Orientierung für die Neugier und kein medizinischer Befund. Sie verspricht auch nicht, dass sich das Wachstum durch bestimmte Nahrung oder Übungen steigern lässt. Wer sich um die Entwicklung seines Kindes sorgt, sollte das in der Kinderarztpraxis ansprechen, wo Wachstumskurven geführt werden.

Wichtig ist der Verlauf über die Jahre. Ein Kind, das seiner eigenen Kurve folgt, wächst richtig, auch wenn die Kurve unter der des Nachbarskindes liegt.

Häufige Fragen

Wie genau ist die Schätzung?

In den meisten Fällen weicht die tatsächliche Größe um höchstens etwa 8,5 cm ab. Für eine feinere Aussage braucht es die ärztliche Beurteilung mit Wachstumskurve.

Muss ich die Größe in Zentimetern eingeben?

Ja, bitte in Zentimetern, etwa 172. Wer nur Fuß und Zoll kennt, rechnet vorher um.

Kann ich die Größe meines Kindes beeinflussen?

Ausgewogene Ernährung, Schlaf und Bewegung unterstützen das Wachstum. Eine Garantie für mehr Größe gibt es nicht.

Was, wenn mein Kind deutlich kleiner oder größer ist als errechnet?

Sprich es in der Kinderarztpraxis an. Dort wird beurteilt, ob die Entwicklung unauffällig ist.

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