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Quadrantiden: ein Feuerwerk von wenigen Stunden

Die Quadrantiden eröffnen das Jahr mit einem der dichtesten Ströme, aber auch einem der kürzesten: Das Maximum dauert nur ein paar Stunden. Je nach Jahr fällt es in deine Nacht oder in den hellen Tag, und die Tabelle oben verrät es dir vorab.

AktivitätEtwa 28. Dezember bis 12. JanuarMaximumMeist um den 3. und 4. JanuarZenitrateEtwa 80 bis 120MutterkörperAsteroid 2003 EH1
Erwartetes Maximum Mondlicht Bedingungen
03.01.2026, 22:00 100% Heller Mond – schlecht
04.01.2027, 04:00 12% Dunkler Himmel – gut
04.01.2028, 11:00 43% Etwas Mondlicht

Maximum in der Zeit von Europe/Berlin; das tatsächliche Maximum kann um einige Stunden abweichen. Am besten meist nach Mitternacht, fern vom Stadtlicht.

In diesem Artikel
  1. Ein Maximum wie eine Messerklinge
  2. Ein Sternbild, das es nicht mehr gibt
  3. Woher der Staub kommt
  4. Was die Zahlen versprechen
  5. Beobachten im tiefen Winter
  6. Wenn du dranbleiben willst

Ein Maximum wie eine Messerklinge

Die meisten Ströme steigen über Tage an und fallen wieder ab. Die Quadrantiden bündeln ihre Aktivität in einem sehr schmalen Fenster. Das Beste passiert in wenigen Stunden, und es muss in deine Nacht fallen, damit du etwas davon hast.

Das macht den Strom launisch. Der Tag des Maximums zählt mehr als bei jedem anderen, und es lohnt sich, vorher einen Blick in die Tabelle oben zu werfen.

Ein Sternbild, das es nicht mehr gibt

Die Meteore scheinen aus einer Gegend im Bärenhüter nahe dem Großen Wagen zu kommen. Als der Strom entdeckt wurde, lag dort das Sternbild Mauerquadrant, lateinisch Quadrans Muralis, benannt nach einem Messinstrument früherer Astronomen. Heute gibt es das Bild nicht mehr, der Name des Stroms erinnert daran.

Der Bärenhüter ist leicht zu finden: Folge dem Bogen der Wagendeichsel bis zu Arktur.

Woher der Staub kommt

Meist steht ein Komet hinter einem Strom. Hier ist der Mutterkörper der Asteroid 2003 EH1, vermutlich ein erloschener Kometenkern. Die Körner sind relativ groß und bilden einen schmalen Staubstrom, was die Kürze des Maximums erklärt.

Was die Zahlen versprechen

Mit 80 bis 120 Meteoren pro Stunde klingt der Strom nach einem der Stars des Jahres, doch die Zenitrate gilt nur für den Moment des Maximums und für einen perfekten Himmel. Weil das Maximum so kurz ist, siehst du in der Praxis oft nur einen Bruchteil davon, und wenige Stunden früher oder später sind es plötzlich nur noch ein paar Meteore.

Gerade deshalb lohnt sich ein Plan: Schau eine Stunde vor dem angegebenen Zeitpunkt hinaus und bleib bis eine Stunde danach. Der Gipfel lässt sich nur ungefähr vorhersagen, und manchmal kommt er etwas früher oder später als erwartet.

Beobachten im tiefen Winter

Die Nordhalbkugel ist klar im Vorteil: Der Radiant steht in der zweiten Nachthälfte hoch, und dann fallen die meisten Meteore. Von südlichen Breiten aus ist der Strom kaum zu sehen.

Die eigentliche Herausforderung ist die Kälte. Zieh mehrere Schichten an, Mütze, dicke Socken und wenn möglich einen Schlafsack. Zwei Stunden gut eingepackt auf einer Liege schlagen zehn Minuten Zittern im Stehen. Fahr aus der Stadt, leg dich hin und warte, bis sich die Augen angepasst haben.

Wenn du dranbleiben willst

Ist der Himmel klar und der Mond zurückhaltend, nutze die Gelegenheit für die Wintersternbilder. Die Ursiden Ende Dezember und die Geminiden kommen übrigens kurz zuvor, wenn du mehrere Nächte aneinanderreihen willst.

Häufige Fragen

Warum ist das Maximum der Quadrantiden so kurz?

Weil die Erde einen sehr schmalen Staubstrom durchquert. Sie braucht nur wenige Stunden, um hindurchzukommen.

Sieht man sie auf der Südhalbkugel?

Kaum. Der Radiant steht sehr tief oder unter dem Horizont, der Strom ist eine Sache der Nordhalbkugel.

Wann soll ich hinschauen?

Am besten in der zweiten Nachthälfte, wenn der Radiant hoch steht, und mit der Zeit des Maximums aus der Tabelle im Blick.

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