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Partielle Mondfinsternis: ein Mond halb im Schatten

Bei einer partiellen Mondfinsternis wandert nur ein Teil der Mondscheibe in den Erdschatten. Sie ist eindrucksvoll, leicht zu finden und ungefährlich. Die Tabelle oben nennt die Maxima.

MondphaseVollmondAnteil im SchattenWeniger als die ganze ScheibeDauerEtwa zwei bis drei StundenSchutz nötigKeiner
Maximum der Finsternis
28.08.2026, 06:13
12.01.2028, 05:13
06.07.2028, 20:21

Zeitpunkt des Maximums in der Zeit von Europe/Berlin, astronomisch berechnet. Ob du sie siehst, hängt von deinem Standort ab.

Eine fast vollständige Ausrichtung

Damit der Mond ganz in den Schatten gerät, muss die Linie mit Erde und Sonne fast perfekt sein. Läuft der Vollmond etwas zu hoch oder zu tief an der Achse vorbei, streift er nur den Rand des Schattens. Dann wird nur ein Teil der Scheibe dunkel: Das ist die partielle Finsternis.

Der Anteil schwankt: manchmal ein kleiner Biss von wenigen Prozent, manchmal mehr als neunzig Prozent, fast eine totale Finsternis. Die Größe der Finsternis misst man am bedeckten Teil des Monddurchmessers.

Was du siehst

Der im Schatten liegende Teil des Mondes färbt sich tief rotbraun, der Rest strahlt wie gewohnt. Im Fernglas ist der Kontrast beeindruckend. Die Grenze dazwischen ist nicht scharf, denn der Erdschatten hat einen unscharfen Rand.

Diese Grenze ist immer gekrümmt, mit dem Radius der Erde. Schon Aristoteles sah darin einen Beleg für die Kugelgestalt unseres Planeten: Der Schatten einer flachen Scheibe wäre nicht stets rund.

Tipps zum Beobachten

Schutz brauchst du keinen, anders als bei den Sonnenfinsternissen auf der Seite Sonnenfinsternis sicher beobachten. Die Zeiten der Tabelle gelten für das Maximum; Beginn und Ende an deinem Ort veröffentlichen die Sternwarten.

  • Freien Horizont suchen. Der Mond kann zu manchen Zeiten der Finsternis tief stehen.
  • Von Lichtern wegbleiben. Der Schatten hebt sich am dunklen Himmel besser ab.
  • Fernglas mitnehmen. Es bringt Farbtöne und Krater heraus.
  • Mit Stativ fotografieren. Der verfinsterte Mond ist lichtschwächer, die Belichtung länger.

Symbolische Lesart

In der Astrologie spricht eine partielle Mondfinsternis von einem Vorgang, der noch läuft, statt von einem Abschluss: Etwas wird hell, aber noch nicht ganz. Das Bild ist hübsch und kommt mit demselben Vorbehalt wie jede symbolische Deutung: Eine Wirkung ist nicht nachgewiesen.

Zum Vergleich mit der zurückhaltendsten Form dient die Halbschatten-Mondfinsternis; den Gesamtüberblick findest du in der Übersicht zu den Finsternissen.

Häufige Fragen

Wie viel vom Mond wird bedeckt?

Das ist sehr unterschiedlich, von wenigen Prozent bis fast zur ganzen Scheibe. Die Sternwarten nennen den genauen Wert für jedes Ereignis.

Sehe ich sie ohne Gerät?

Ja, mit bloßem Auge, sobald mehr als eine kleine Sichel im Schatten liegt. Ein Fernglas macht das Schauspiel noch schöner.

Ist das wirklich ein Beweis für die runde Erde?

Es ist ein alter Hinweis: Die Schattenkante ist immer rund, egal wie die Erde gerade steht. Später kamen weitere Belege hinzu.

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