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Warum so viele sie sehen
Der Halbschatten des Mondes ist sehr breit und deckt manchmal einen ganzen Kontinent ab. Eine totale oder ringförmige Finsternis ist daher in weiten Gebieten beiderseits des Kernstreifens immer nur partiell zu sehen: Die Sonne ist dort nur zum Teil verdeckt.
Einige Sonnenfinsternisse sind für die ganze Erde nur partiell: Die Schattenachse zieht dann über dem Pol oder darunter vorbei, ohne die Erdkugel zu berühren.
Was du bemerkst
Je näher du an der Mittellinie bist, desto größer ist der verdeckte Anteil, den man Bedeckungsgrad nennt. Bei der Hälfte merkst du kaum eine Änderung der Helligkeit. Erst jenseits von neunzig Prozent wird das Licht eigenartig, die Schatten werden schärfer und die Luft kühler.
Ein hübsches Phänomen: Unter einem Baum wirken die Lücken im Laub wie kleine Lochkameras und werfen Hunderte Lichtsicheln auf den Boden.
Sichere Methoden
Gewöhnliche Sonnenbrillen, Rauchglas oder Filmnegative schützen nicht. Die ganze Anleitung steht auf der Seite Sonnenfinsternis sicher beobachten. Auch wenn die Sonne fast ganz verdeckt ist, bleibt der Blick ohne Schutz gefährlich, und Kinder gehören unter Aufsicht.
- Finsternisbrille. Nur solche mit ISO 12312-2 taugen; prüfe, dass sie nicht zerkratzt oder durchlöchert sind.
- Lochkamera. Ein kleines Loch im Karton wirft das Sonnenbild auf ein Blatt dahinter, ohne dass du die Sonne ansiehst.
- Nudelsieb oder Strohhut. Die vielen Löcher zeichnen Sicheln auf Boden oder Wand.
- Sonnenfilter vor dem Gerät. Fernglas, Teleskop und Kamera brauchen einen speziellen Sonnenfilter vorne am Gerät, auch wenn du eine Finsternisbrille trägst.
Prüfen, ob sie bei dir sichtbar ist
Die Zeiten in der Tabelle gelten für das Maximum in Berliner Zeit, doch Beginn und Stärke unterscheiden sich von Ort zu Ort. Wann sie bei dir anfängt, ihren Höhepunkt erreicht und endet, sagen die Sternwarten. Danach brauchst du freien Himmel und, bei tiefer Sonne, einen passenden Horizont.
Zum Vergleich mit den anderen Fällen schau dir die totale und die ringförmige Finsternis an.
Ein symbolischer Blick
Für die Astrologie steht eine partielle Sonnenfinsternis für einen Wandel, der im Gange, aber nicht abgeschlossen ist. Das ist ein poetisches Bild, ohne nachgewiesene Wirkung. Den allgemeinen Kalender findest du in der Übersicht zu den Finsternissen.
Häufige Fragen
Ist eine partielle Finsternis weniger gefährlich?
Nein. Solange ein Rest der Sonne sichtbar ist, kann das Licht die Netzhaut schädigen. Trag die ISO-12312-2-Brille die ganze Zeit.
Reichen normale Sonnenbrillen?
Nein, auch sehr dunkle nicht. Sie lassen viel zu viel Strahlung durch, vor allem im Infrarot- und UV-Bereich.
Warum ändert sich das Licht kaum?
Weil der verbliebene Teil der Sonne noch sehr hell ist. Das Auge passt sich an; deutlich dunkler wird es erst, wenn der größte Teil der Scheibe verdeckt ist.