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Zwei Unglückssymbole in einem Datum
Der Freitag und die Zahl 13 gelten beide seit langer Zeit in vielen Kulturen als schwierig. Auf den Freitag verweist man gern auf die christliche Überlieferung vom Karfreitag, und die 13 wird in einer verbreiteten Erklärung mit dem Abendmahl verbunden, bei dem dreizehn Personen am Tisch gesessen haben sollen. Beide Deutungen sind beliebt, aber sie lassen sich nicht als alleinige Ursache nachweisen.
Dass die Verbindung beider Zeichen zu einem besonderen Unglückstag wurde, ist vermutlich eine eher moderne Entwicklung. Die klare Verknüpfung „Freitag der 13.“ wird jedenfalls erst in neuerer Zeit häufig belegt, und ein berühmter Horrorfilm hat sie später zusätzlich populär gemacht.
Die Angst hat einen sehr langen Namen
Wer sich tatsächlich vor diesem Tag fürchtet, leidet an der Paraskavedekatriaphobie, so heißt die Angst vor dem Freitag, dem 13. Das Wort stammt aus dem Griechischen und setzt sich aus „Freitag“, „dreizehn“ und „Furcht“ zusammen. Es klingt wie ein Zungenbrecher und wird deshalb gern als Partyscherz zitiert.
Für die meisten Menschen ist das keine echte Angst, sondern eine milde Vorsicht. Man fährt bewusster, verschiebt vielleicht eine Unterschrift oder bleibt im Zweifel zu Hause. Wer wirklich stark darunter leidet, sollte sich nicht scheuen, mit einer Fachperson zu sprechen.
Was Menschen heute tun
In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Tag eher ein Anlass für Humor als für Panik. Viele Läden und Cafés werben mit Aktionen, manche Menschen verschenken kleine Glücksbringer, andere veranstalten Filmabende. Ein Hotel lässt gelegentlich die Zimmernummer 13 weg, und auch bei Flugzeugen oder Stockwerken fehlt die Zahl mancherorts.
Wer lieber auf Nummer sicher gehen will, hat ein paar bekannte Rituale: auf Holz klopfen, ein Kleeblatt oder ein Hufeisen in die Tasche stecken oder einfach den Tag bewusst ruhig angehen. Mehr zu solchen Symbolen findest du bei den Glücksbringer.
Die Zahl 13 im Alltag
Interessant ist, dass dieselbe Zahl in anderen Zusammenhängen gar nicht gefürchtet wird. Im Sport gehört die 13 zu den gängigen Trikotnummern, und in manchen Regionen gilt sie sogar als Glückszahl. In Italien dagegen fürchtet man eher die 17, in China die 4. Das zeigt, wie stark solche Zuschreibungen von der jeweiligen Kultur abhängen.
Auch der Dienstag, der 13., kommt vor: In Spanien und Griechenland sagt man ihm Ähnliches nach, wie wir es dem Freitag zuschreiben. Ein Zeichen dafür, dass es um das Gefühl geht und nicht um den Wochentag.
Wie oft kommt er vor, und was bleibt?
Mindestens einmal und höchstens dreimal pro Kalenderjahr fällt der 13. auf einen Freitag. Es handelt sich also um einen ganz normalen Teil des Kalenders. Dass er auffällt, liegt an der Aufmerksamkeit: Wer an diesem Tag ein Missgeschick erlebt, erinnert sich daran, und wer nichts erlebt, vergisst den Tag.
Das ist auch der psychologische Kern: Wir suchen Muster und bestätigen uns gern selbst. Das kleine Unglück am Freitag wird dem Datum zugeschrieben, das gleiche am Dienstag nicht.
Wenn der Tag trotzdem mulmig ist
Ein bekannter Gegenzauber ist, gar nichts zu tun, was riskant wäre, und sich stattdessen an Dinge zu halten, die einem guttun. Wer mag, klopft dreimal auf Holz, wie bei Auf Holz klopfen beschrieben, oder spricht vor einer wichtigen Aufgabe ein Toi, toi, toi, mehr dazu bei Toi, toi, toi.
Wichtig bleibt: Das ist Volksglaube. Kein Datum entscheidet über den Verlauf eines Tages, und es gibt keinen Grund, Termine, Reisen oder Entscheidungen wegen eines Freitags zu verschieben.
Häufige Fragen
Warum ist Freitag der 13. ein Unglückstag?
Weil zwei als ungünstig geltende Zeichen zusammenkommen: der Freitag und die Zahl 13. Die genauen Ursprünge sind nicht gesichert.
Wie heißt die Angst vor Freitag dem 13.?
Paraskavedekatriaphobie. Das Wort ist griechisch geprägt und wird meist augenzwinkernd gebraucht.
Passieren an diesem Tag wirklich mehr Unfälle?
Dafür gibt es keinen belastbaren Beleg. Der Eindruck entsteht vor allem durch erhöhte Aufmerksamkeit und selektive Erinnerung.
Wie oft gibt es einen Freitag, den 13., pro Jahr?
Mindestens einen und höchstens drei in einem Kalenderjahr.